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Rasenansaat: Bodenvorbereitung, Düngung, Aussaat5 Min. Lesezeit

Hallo Gartenfreund*in

schön, dass Du den Weg zu diesem Blog-Beitrag gefunden hast. Als Dank wartet am Ende der Seite eine kleine Überraschung auf Dich.

BODENVORBEREITUNG

Bodenverhältnisse:

Eine Rasenfläche muss, egal ob sie als Spielfläche dient oder auf andere Art und Weise beansprucht wird, immer im Zusammenhang mit dem Boden gesehen werden, da das Gehen, Spielen und jede Art der Beanspruchung eine Kompression des Bodens bedeutet, die die Wachstumsvoraussetzungen für die „Rasenpflanze“ verschlechtert. Sehr empfindlich sind bindige, feinteilreiche Böden, die bei steigender Wassersättigung die Standfestigkeit und Scherfestigkeit verlieren und dann in einen breiigen bis fließenden Zustand übergehen. Dies geschieht, wenn ihre gewachsenen Strukturen durch Belastungen zum ungünstigsten Zeitpunkt zerstört werden. Es besteht allerdings bei diesen Böden keine Gefahr, wenn sie bei geringem Feuchtigkeitsgehalt bespielt werden. Das heißt dass Spielrasen, die auf bindigen Böden angelegt werden nicht bei jedem Wetter belastet werden dürfen. So unterliegt ein Spielrasen einer gewissen Nutzungseinschränkung bei schlechtem Wetter insbesondere im Winter. Man beachte: je ungünstigster die Bodenverhältnisse, desto größer die Einschränkungen der Nutzbarkeit von Spiel- und Gebrauchsrasenflächen.

Die Bodenvorbereitung für Rasenflächen im Hausgartenbereich dient vorrangig dem Ziel, angepasste Voraussetzungen für den Verwendungszweck der Rasenfläche zu schaffen. Liegen schlechte oder ungeeignete Voraussetzungen vor, so ist der Boden zu verbessern. Das bedeutet, dass man die Verbesserung des Wasserhaltevermögens bei nichtbindigen Böden (wie Sand, Kies, Steine) durch das Einarbeiten von organischem und anorganischem Material wie z.B. Kompost oder das Einbringen von bindigen Bodenanteilen (z.B. Lehm) erreicht. Bindige Böden (z.B. Lehmböden) können durch das Einarbeiten von Sand abgemagert werden. So wird Staunässe verhindert. Dazu trägt man ca. 4-5 cm Sand auf der Fläche auf und arbeitet ihn mit einer Fräse ein. Ggf. ist der Vorgang zu wiederholen.

DÜNGUNG

Eine gute Nährstoffversorgung ist die Grundvoraussetzung für einen gesunden und kräftigen Wuchs der Rasenpflanzen, bei denen es sich schlicht um Gräser handelt. Als „Grundbedarf“ können folgende Werte pro Quadratmeter angesetzt werden:

  • 10g Rein-Stickstoff (chem. Zeichen „N“)

  • 10g Phosphorpentoxid (chem. Zeichen „P“)

  • 15g Kaliumoxid (chem. Zeichen „K“)

Der Handel bietet der Einfachheit halber fertig abgemischte „NPK-Dünger“ an.

Ggf. muss eine spezielle Untersuchung des Nährstoffbedarfes durchgeführt werden.

Bei reinen Landschaftsrasen reicht als Düngergabe die Hälfte der oben genannten Menge. Hast Du in deinem Garten Flächen, auf denen Du spezielle Gras-Kräutermischungen ausgesät hast, dann erhalten die Böden keine Nährstoffanreicherung, damit sie mager bleiben.

Im Frühling haben die Gräser einen sehr hohen Nährstoffbedarf, daher sollte (je nach Witterung) im März die Düngung erfolgen. Nimm dazu bitte einen Dünger mit guter Langzeitwirkung.

Im Herbst sollen die Pflanzen resistent gegen Frost und Krankheiten werden. Dazu brauchen sie feste Pflanzenzellen. Deshalb ist im Herbst eine Düngung mit Kalium ausreichend. Es gibt im Handel spezielle Herbstdünger für Rasenflächen, die enttsprechend weniger Phosphor und Stickstoff enthalten.

LOCKERUNG UND PLANUM

Bodenverbesserungsmittel und Dünger werden in der Regel im Zuge der Bodenlockerung eingebracht, die die vorgeschriebene Tiefe erreichen muss. Vor der Aussaat muss sich der Boden dann wieder setzen. Ist seit der Lockerung etwas Zeit vergangen und ist die Oberfläche dadurch schon wieder verdichtet und verkrustet, solltest Du nochmal oberflächlich lockern. Anschließend erfolgt das Feinplanieren (meist von Hand), um die letzten Steine und Wurzelreste absammeln zu können. Im Garten- und Landschaftsbau wird die Genauigkeit des Planums mit einer 4-m-Richtlatte bestimmt. Die Spaltweite (also der Abstand zwischen Erdboden und Richtlatte) wird hier meist mit 2-4 cm ausgeschrieben.

AUSSAAT

Saatarbeit: 

Der Erfolg der Saatarbeit hängt vom Zeitpunkt der Saat, der Saatgutmenge und dem Zeitpunkt der Saat ab.

Bei einer Bodentemperatur von 8°C und ausreichender Bodenfeuchtigkeit ist die Erfolgsaussicht auf eine gleichmäßige Keimung am größten. Die beste Zeit für eine Rasenansaat ist demnach der Zeitraum zwischen Mitte April und Mitte Juni, sowie Mitte August und Ende September. Im Früh- und Hochsommer ist die erfolgreiche Keimung meist durch die hohen Temperaturen sowie das rasche Austrocknen behindert, was ein ausreichendes Auflaufen des Saatguts minimiert. Zwischen Oktober und April keimen nur bestimmte Gräser, was zu einer unerwünschten Verschiebung in der Rasenzusammensetzung führt.

Saatgutmenge

Die Keimbedingungen und der weitere Verlauf des Rasenwachstums sind ausschlaggebend für den Erfolg der Ansaat. Folgende Ansaatmengen sind empfehlenswert:

    • Gebrauchs- und Landschaftsrasen: 20g/m2

    • stark belastete Gebrauchs-; Sport- und Spielrasenflächen: 25g/m2

    • für die Regeneration von Sportplätzen: 30g/m2

Saatvorgang:

Die Aussaat des Rasensaatguts muss sehr gleichmäßig unter Vermeidung von Entmischungen erfolgen. Dies geschieht oft, wenn man Saatgutmischungen verwendet, die unterschiedliche Samengrößen enthalten. Hier sät man am besten kreuzweise, in zwei getrennten Saatgängen für kleine und große Samen. Als am erfolgreichsten hat sich eine Saattiefe von einem Zentimeter erwiesen. So werden Vogelfrass und Auswaschungen vermieden. Nach der Aussaat ist die Fläche mittels einer Rasenwalze (kann meist beim Maschinenverleih oder Baumarkt entliehen werden) anzudrücken. Auf kleineren Flächen wird per Hand eingesät und mit einer Igelwalze (ebenfalls leihbar) oder einer Harke eingearbeitet. Große Flächen können auch von einer Fachfirma mit einer Rasenbaumaschine eingesät werden. Vorverdichtung, Zerkleinerung großer Bodenkrümmel, Feinplanung, Einsaat und Andrücken werden hierbei in einem Arbeitsgang erledigt.

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