Gartenstil „New German Style“ – Allgemeines

New German Style beschreibt die neue Lust am Gärtnern mit Stauden. Außerdem bietet diese Art der Gestaltung eine aufregende Fülle an Variationsmöglichkeiten, da sie Stauden, Gräser, Einjährige und Ziergehölze kombiniert.

Stauden sind bei standortgerechter Verwendung dauerhaft und pflegeleicht. Der „New German Style“ verwendet Stauden großflächig. Die naturnahe Verwendung von Stauden ist pflegeleicht und wirkt dennoch ästhetisch. Ziel des „New German Style“ ist es ein ganzjährig ansprechendes Erscheinungsbild der Pflanzungen zu liefern, ohne viel Zeit und Kosten für die Pflege investieren zu müssen.

Was sind Stauden eigentlich? Stauden sind mehrjährige Gewächse, die im gemäßigten mitteleuropäischen Klima überdauern. Im Frühjahr treiben sie aus ihren in der Erde ruhenden Überwinterungsorganen – das können Wurzeln, Knollen, Rhizome oder Zwiebeln sein – wieder aus. Stauden sind meist krautig, also mit weichen, seltener verholzenden Trieben.

Was ist der „New German Style“ genau?

Bei aller Theorie stellt sich nun die Frage: Welche Kriterien machen eigentlich einen typischen Garten im „New German Style“ aus? Dieses Konzept kann griffig und kurz zusammengefasst werden:

  • die Verwendung der Pflanzen gemäß ihres natürlichen Standorts

  • die Verwendung der Pflanzen in ihrer Anzahl und Gruppierung gemäß ihrer natürlichen Verbreitung – nicht zu viele und nicht zu wenige Exemplare pro Quadratmeter

  • die Kombination der Pflanzen gemäß ihres natürlichen Wuchs- und Ausbreitungsverhaltens: Manche Pflanzen neigen zum Wuchern, andere stehen gern allein

  • die Mengenverteilung der Pflanzenarten nach dem Leitstauden- und Aspektbildnerprinzip: einige Stars im Beet machen Eindruck, aber ein begleitender Hofstaat steigert deren Wirkung noch

  • die Planung von Struktur, Textur und Farbe der Pflanzenkombination entsprechend der Garten- bzw. Beetgröße, zu große „Knaller“ sprengen den Rahmen in einem kleinen Beet, aber in großzügigen Pflanzungen können sie eine frappierende Fernwirkung entfalten

  • das Berücksichtigen jahreszeitlicher Einflüsse auf die Stauden-Mischpflanzung; manche Stauden sehen auch im Herbst und Winter schön aus, andere haben ihren Höhepunkt im Frühling oder Sommer

  • die Berücksichtigung des Lebenszyklus der verwendeten Stauden: kurzlebige Arten können zwischen „Dauerbrennern“ für lebendige Akzente und saisonale Highlights sorgen

 

Bildquelle: Adobe iStock

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Quelle: Buch „New German Style“ für den Hausgarten von Frank M. von Berger; Ulmer Verlag 2016

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